Pokern ist nicht gleich Pokern.
Es gibt tatsächlich über hundert verschiedene Varianten und damit auch verschiedene Pokerregeln.
Allen gleich ist die Wertigkeit der Kartenkonstellationen zwischen Royal Flush und High Card.
Der Unterschied besteht im Schwierigkeitsgrad und damit im Verhältnis zwischen Glück und Fähigkeit.
Die beliebtesten, weil komplexesten Pokerformen sind 7-Card Stud (Hi/Low), Omaha (Hi/Low) und Texas Holdem.
Unter diesen Edelvarianten des Pokerspiels nimmt Texas Holdem eine Sonderstellung ein.
Es hat mit Abstand die meisten Anhänger. Hier gibt es die meisten Turniere und den größten Zustrom neuer Spieler.
Bei Texas Holdem sieht man bis zu sieben Karten.
Man erhält dadurch viele Informationen auf deren Basis man eine Strategie aufbauen kann.
Der Glücksfaktor ist niedriger als bei vielen anderen Pokervarianten, wo man vielmehr im Dunkeln tappen muss.
Alle Spiele werden mit einem üblichen Deck von 52 Karten gespielt.
Texas Holdem
Beim Texas Holdem, dem am weit verbreitesten Pokerspiel im Internet, erhält jeder Spieler zu Beginn zwei verdeckte Karten.
Nachdem die Spieler mit diesen zwei Karten (Pre-Flop) bereits Ihre Einsätze tätigen können, werden 3 Karten offen in die Mitte gelegt (der Flop).
Jeder Spieler kann jetzt wieder seine Einsätze machen und danach wird die vierte Karte offengelegt (der Turn).
Noch einmal können die Spieler jetzt bei Bedarf Geld einsetzen bevor dann die fünfte Karte (der River) offen hingelegt wird.
Jetzt kann man zum letzten mal seine Wetteinsätze tätigen, bevor es dann zum Showdown kommt.
Die Spieler dürfen ihre zwei Karten zusammen mit einer Auswahl aus drei der fünf offenen Karten in der Mitte verwenden, um ihre beste Kartenkombination zusammenzustellen.
Beim Texas Holdem müssen immer nur zwei Spieler einen Grundeinsatz tätigen.
Der Spieler der links vom Dealer sitzt, muss einen Small Blind und der Spieler links vom Small-Blind muss den sogenannten Big Blind (i.d.R. das Doppelte vom Small Blind) setzen.
Texas Holdem gehört zu den beliebtesten Arten des Poker.
Seven Card Stud
Beim Seven-Card Stud müssen alle Spieler, im Unterschied zu Texas Holdem oder Omaha, einen kleinen Grundeinsatz (Ante) setzen um am Spiel teilzunehmen.
Jeder Spieler erhält zu Beginn zwei verdeckte und eine offene Karte, wonach eine erste Wettrunde folgt.
Danach werden jeweils eine vierte, fünfte und sechste Karte offen, jeweils gefolgt von einer Wettrunde, ausgeteilt.
Die siebte Karte wird wieder verdeckt ausgeteilt und es folgt eine letzte Wettrunde.
Zum Schluss wählt jeder Spieler aus seinen sieben Karten (drei verdeckte, vier offene) fünf Karten aus, die sein endgültiges Blatt darstellen.
Die beste dieser Kartenkombination gewinnt die zuvor gemachten Wetteinsätze.
Omaha Hi/Lo Regeln
Omaha wird ähnlich dem Texas Holdem gespielt.
Der Unterschied ist, dass jeder Spieler zu Beginn vier verdeckte Karten erhält und für die Kartenkombination am Ende zwei davon auswählen kann.
Von den vier offenen Karten dürfen immer nur zwei für das beste Blatt ausgewählt werden dürfen.
Hat man am Anfang also vier Asse, so können nur zwei hiervon mit den fünf offenen Karten in der Mitte verwendet werden.
Spiele wie Seven-Card Stud oder Omaha werden manchmal auch in einer High/Low Variante gespielt.
Dies bedeutet, dass nicht nur das beste Blatt den Pott gewinnt, sondern auch das Niedrigste.
Hierbei müssen allerdings mind. 5 Karten unterhalb der Neun liegen (Beispielsweise: 2-3-5-6-8). |