Einige Ideen und Konzepte sind bei allen oder fast allen Pokervarianten gleich.
Wir werden Dir erklären, wie eines der heutzutage beliebtesten Pokerspiele funktioniert, Texas Hold'em.
Wähle Dein Anfangsblatt gut aus!
Der erste Tipp für alle neuen Pokerspieler ist: Spiele nicht zu viele Hände. Das heißt, spiele tight.
Poker-Profis schauen sich nur in 20-30% der Fälle den Flop an.
Man muss lernen, Geduld zu üben. Es lohnt sich, auf gute Starthände zu warten, um den Glücksfaktor zu minimieren.
Du solltest Dir bewusst sein, dass in der Regel einer der anderen Spieler ein besseres Anfangsblatt hat.
Sicher, Dein Blatt kann sich durch den Flop noch verbessern.
Meistens ist es aber so, dass wenn Du mit einem schlechten Blatt anfängst, Du nach dem Flop auch nicht das beste Blatt hast.
Also entscheide Dich dafür, nur mit vernünftigen Anfangsblättern zu spielen.
Aber welche sind das?
Nun, in Texas Hold'em, sind gute Anfangsblätter allgemein entweder zwei hohe Karten oder ein Paar.
Hände wie AK oder AD sind stark, genauso wie alle Paare von AA bis 99.
Kleinere Paare und nicht so hohe Karten sind problematischer.
Mit AJ, A10, KQ bist Du vielleicht stark, aber wenn Dein Gegner ein Blatt wie AK oder AQ hat, kommst Du vielleicht in Schwierigkeiten, wenn Du im Flop nichts triffst.
Paare von 88 abwärts sind spielbar, aber der Flop wird üblicherweise eine oder mehrere höhere Karten enthalten (so genannte Overcards).
Und dann, wenn ein Gegner nach dem Flop stark erscheint, bist Du wahrscheinlich geschlagen.
Je kleiner Dein Paar ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für Overcards im Flop.
Zum Beispiel, um 22 nach dem Flop zu spielen, ist eine 2 auf dem Tisch schon fast ein Muss.
Bedenke Deine Position am Tisch
Bei Texas Hold'em ist die Reihenfolge, in der die Spieler handeln, während einer Runde die gleiche. Das macht das Konzept der Position wichtig. Also, wo man sich in der Bietreihenfolge befindet.
Eine späte Position bedeutet, dass Du am Button sitzt oder nahe rechts davon.
In dieser Position wirst Du in jeder Runde spät an die Reihe kommen.
Es ist sehr vorteilhaft, spät an die Reihe zu kommen, da alle Gegner ihre Absichten zu erkennen geben müssen, bevor Du an der Reihe bist.
Wenn Du in einer frühen Position sitzt, weisst Du nicht, was Du von den Spielern nach Dir zu erwarten hast.
Du hast keine Hinweise über die Stärke ihrer Blätter.
Es ist also ein Vorteil, sich in einer späten Position zu befinden und folglich kannst Du mehr Hände aus einer späten Position spielen als aus einer frühen.
Blätter wie AJ oder 44 sind viel einfacher aus einer späten Position zu spielen.
Wenn Dir ein Flop nichts bringt und jemand vor Dir einen großen Betrag setzt, ist es einfach, zu folden.
Wenn niemand etwas setzt, kann Dein Blatt durchaus gut sein und Du kannst es mit Zuversicht spielen.
Lernen zu folden
Der Anfänger lässt sich viel zu oft in hohe Einsätze hereinziehen.
Oft entspricht der zu bringende Einsatz in keiner Weise dem zu erwartenden Gewinn und/oder der Güte der eigenen Hand.
Zu wissen, wann man foldet, ist der Schlüssel zu einem guten Spiel.
Die Gegner beobachten
Immer seine Gegenspieler beobachten, vor allem dann, wenn man selber nicht mitgeht, da dadurch eine objektivere Einschätzung möglich ist.
Jede Information, die man aus der Beobachtung seiner Gegenspieler sammeln kann, ist wertvoll.
Die Kunst des Setzens
Man setzt nicht nur, wenn man eine gute Hand hat. Es gibt verschiedene Arten des Setzens, um an Informationen über seine Gegenspieler zu gelangen.
Ein re-raise, nochmaliges Erhöhen, wird angewendet, um die Glaubwürdigkeit des Einsatzes des Gegners zu überprüfen.
Ein defensive bet, defensives Setzen, wird eingesetzt, um eine spätere Erhöhung zu umgehen.
Bluffen
Bluffen ist ein wichtiges Konzept im Poker.
Überlegt eingesetzt, kann man nicht nur durch einen Bluff einzelne Runden für sich entscheiden, auch ein fehlgeschlagener Bluff kann den Gegner dazu bringen,
bei späteren Runden auch wieder einen Bluff zu vermuten, und ihn so zu höheren Einsätzen ermutigen.
Jedoch muss bei solch risikoreichen Aktionen immer das Verhältnis von Risiko, Einsatz und Gewinn stimmen.
Es ist also schön und gut zu bluffen, aber man sollte auch darauf achten wann und gegen wenn man dies macht.
Vielfältig spielen
Unberechenbarkeit ist wichtig, um dem Gegner keine Angriffsfläche zu bieten.
Ein Wechsel zwischen agressivem und defensivem Spiel muss den Gegebenheiten der Spielsituation und der Einschätzung der Gegner entsprechen.
Wenn Du spielst, dann verschaffe Dir Geltung
Einer der kostspieligsten Fehler im Poker ist es, zu wenig zu setzen. Wenn Du Dich entscheidest, Geld in den Pott zu werfen, musst Du es für jeden anderen unangenehm machen, der versucht, es Dir wegzunehmen.
Hohe Beträge zu setzen hat mehrere Vorteile.
Erstens hinderst Du Gegner daran, die nächste Karte kostenlos zu sehen und ihre Blätter zu verbessern.
Du kannst Spieler zwar nicht davon abhalten, eine weitere Karte zu sehen, aber Du solltest sie dafür bezahlen lassen.
Zweitens gibt es jedesmal, wenn Du setzt, die Chance, dass Deine Gegner passen. Deine Chancen, den Pott zu gewinnen, steigen mit weniger Spielern in der Runde.
Wenn alle passen, gewinnst Du den Pott ohne überhaupt Deine Karten gezeigt zu haben.
Lernen, lernen und nochmals lernen
Nicht nur die Spielpraxis ist entscheidend, sondern auch die Vorbereitung, die nicht am Tisch stattfindet.
Auch dort ist jede Information wertvoll, also heißt es Bücher lesen und im Internet Wissenswertes sammeln.
Die Dokumentation des eigenen Spiels ist ebenso wichtig.
So lässt sich das Spiel über einen längeren Zeitraum korrekt auswerten und erkannte Fehler können vermieden werden. |